FAQs – Sicherheit & medizinische Voraussetzungen
Braucht man ein ärztliches Attest für einen Tandemsprung?
Ein ärztliches Attest ist bei funjump.de für einen Tandemsprung in der Regel nicht erforderlich. Die meisten gesunden Menschen können problemlos teilnehmen. Allerdings solltest du dich am Sprungtag fit fühlen, keine akuten Krankheiten oder Verletzungen haben, insbesondere keinen Schnupfen, keine Erkältung oder Grippe. Falls du gesundheitliche Einschränkungen hast oder kürzlich operiert wurdest, informiere dich bitte vorab beim Team oder konsultiere deinen Arzt. Bei bestimmten Vorerkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Problemen oder chronischen gesundheitlichen Beschwerden, ist ebenfalls eine Rücksprache sinnvoll. Für Minderjährige ist die schriftliche Einverständniserklärung eines gesetzlichen Vertreters erforderlich.
Darf man vor dem Tandemsprung Alkohol trinken?
Nein. In der Luffahrt gilt die Nullkommanull-Promille-Regel. Ausserdem ist das klassische "Mut antrinken" auch gar nicht nötig, da man den Tandemsprung ohne Bewußtseinstörung eh besser wahrnimmt und erlebt. Darüber hinaus wird zum Abschluss des Beförderungsvertrages nochmals explizit abgefragt, ob vor dem Sprung Alkohol getrunken wurde. Vorsätzliche Falschangaben können hier womöglich auch zum Erlöschen des Versicherungsschutzes führen und damit das persönliche Risiko des Tandemgastes unverhältnismäßig erhöhen. Wird derweil entgegen aller Regeln eine Alkoholeinfluss vor Ort festgestellt, wird wiederum die Beförderung eindeutig abgelehnt. Erfahrungen zeigen außerdem, dass es im Verlauf des Tandemsprunges selbst nüchternen Menschen manchmal schwindlig oder mulmig im Bauch wird. In seltenen Fällen wurde auch schon eine temporäre Übelkeit, eine Kreislaufschwäche oder gar eine Ohnmacht beobachtet. All dies lässt nur einen Schluss zu, nämlich dass zusätzliche Rauschmittel im Fallschirmsprungbetrieb nichts verloren haben, geschweige denn erlebnissteigernd oder anderweitig sinnbringend sind. Also besser das Erlebnis pur genießen und DANACH das Ereignis gebührend feiern, so man dazu dann überhaupt noch Alkohol braucht.
Wie sicher ist Fallschirmspringen bei funjump.de?
Fallschirmspringen bei funjump.de steht für höchste Sicherheit auf allen Ebenen. Die gesamte Ausrüstung entspricht den Prüfstandards des Deutschen Fallschirmsportverbands (DFV) und wird regelmäßig von speziell zertifizierten Fachleuten kontrolliert sowie gewartet. Die Tandempiloten verfügen über eine umfassende Ausbildung und mehrere tausend Sprünge, sodass sie auch ungewöhnliche Situationen souverän meistern. Jeder Sprung erfolgt nach klaren Sicherheitsprotokollen: Dazu gehören eine gründliche Einweisung, das Checken der Wetterlage am Sprungtag sowie ein automatisches Öffnungssystem, das im Notfall den Reserveschirm auslöst. Zusätzlich ist am Sprungplatz stets geschultes Personal anwesend. Notfallmaßnahmen, Rettungswege und Erste Hilfe sind jederzeit sichergestellt. Deine Sicherheit hat absoluten Vorrang – und das macht Fallschirmspringen bei funjump.de zu einem ganz besonderen Erlebnis – auch für Anfänger.
Kann man mit Herz-Kreislauf-Problemen Tandemspringen?
Das Fallschirmspringen ist zwar grundsätzlich für viele Menschen geeignet, doch wer Herz-Kreislauf-Probleme hat, sollte vorher unbedingt mit seinem Arzt Rücksprache halten. Die körperliche Belastung beim Sprung – insbesondere der Adrenalinschub im freien Fall – kann für Risikopatienten ungeeignet sein. Das Team von funjump.de berät dich gern individuell und hilft bei Vorabfragen. Im Zweifel entscheidet aus medizinischer Sicht stets die persönliche Einschätzung des behandelnden Arztes. Deine Sicherheit steht an erster Stelle, deshalb empfehlen wir: Bei Herz- oder Kreislaufbeschwerden lieber vorher medizinischen Rat einholen und offen mit den Experten vor Ort sprechen.
Ist Tandemspringen mit Rückenproblemen möglich?
Bei der Fallschirmöffnung wirken G-Kräfte vom 3- bis 5-fachen des eigenen Gewichtes auf die Wirbelsäule. In der Regel kompensiert das die Muskulatur entlang des Rückens ohne Probleme und Nachwirkungen für einen Menschen. Beim Landen wirken dabei noch einmal Kräfte auf die Beine, den Hintern und das Becken, die in etwa mit einer Fahrt von einer Rutschbahn auf den darunter liegende (Gras-)Boden vergleichbar sind. Dabei wirkt bei höherem Körpergewicht mehr Energie auf das Sakralgelenk oder gar den Steiß, als bei vergleichsweise geringerem. Liegt hierzu nun bspw. eine bekannte (Bandescheiben-)Erkrankung vor, dann ist von einem Fallschirmsprung abzuraten.
Das gleiche gilt bei einem akuten Hexenschuss oder einer aktuellen Wirbelsäulenverletzung. Wer aber die volkstümlichen Verspannungen im Rücken oder gar ausgeheilte Schäden hat, der kann es mitunter von der positiven Tagesform abhängig machen und einen Tandemsprung absolvieren. Dennoch sollte (D-)ein Tandempilot, als verantworlicher Luftfahrzeugführer, mit in die Situation einbezogen werden, um ebenfalls eine Einschätzung treffen zu können.
Darüber hinaus beinhaltet unser Tandemsprungbetrieb sowieso einen offiziellen Beförderungsvertrag, zu dem in der Regel die persönliche Gesundheitsauskunft sowie die Selbsteinschätzung zum Tandemspringen abgefragt werden. Letzten Endes entscheiden dann die Vorübungen, ob eine Eignung vorliegt oder ob von einem Tandemsprung besser abgeraten wird.
Was sind die körperlichen Voraussetzungen für einen Tandemsprung?
Zum Tandemspringen sollte man gesund und fit sein. Es sollte für die optimale Passform des Passagiergurtzeuges eine Mindestgröße von 1,40 m sowie zur sinnvollen Beladung des Fallschirmsystems ein Mindestgewicht von 40 kg vorliegen. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht, empfohlen ist aber üblicherweise mindestens 12 Jahre Lebensalter. Letzteres auch aufgrund der mentalen Anforderungen und Mitwirkungsverantwortung beim Tandemsprung. Im weitesten Sinne ist ein Tandemfallschirmsprung quasi nur dadurch begrenzt, als dass ein verantwortlicher Tandempilot dessen Machbarkeit, innerhalb der ihm gesetzten Gewichts- und Beweglichkeitsgrenzen, für positiv oder negativ beurteilt. Es entscheiden also auch immer die Teamübungen während der Sprungeinweisung und die daraus resultierende Einschätzung des Tandempiloten im praktischen Verlauf mit (u.a. auch noch im Steigflug). Hier spielt auch das Verhalten des Tandemgastes unmittelbar vor dem Absprung mit ein. Erscheint hier bspw. die Angst eines Tandempassagiers als zu groß oder es wird so etwas wie eine aufziehende Panik registriert, dann kann der Sprung auch noch unmittelbar vor dem Verlassen des Flugzeuges problemlos abgebrochen werden. Das Tandempaar verbleibt dann im Flugzeug und anstelle zu springen landet es wieder mit diesem.
Kann man nach einer Operation Tandemspringen?
Wenn die Genesung abgeschlossen ist und man wieder als fit und gesund gilt, dann kann auch nach Operationen ein Tandemsprung absolviert werden. Je nach Sachlage ist es allerdings immer ratsam vorab einen kompetenten Arzt zu konsultieren, um vor allem dessen medizinische Einschätzung zum Tandemspringen zu bekommen.
Ist Tandemspringen in der Schwangerschaft erlaubt?
Tandemspringen während der Schwangerschaft ist prinzipiell nicht verboten, aber wegen möglicher Komplikationen zum Schwangerschaftsverlauf auch nicht wirklich empfohlen. Darüber hinaus existieren leider keine belastbaren Studien, wobei ein Tandembetrieb die Beförderung einer offensichtlich schwangeren Frau sicherlich schon aus Gründen der gesetzlichen Passagierhaftpflicht per se ablehnen würde. Es empfiehlt sich daher im Falle einer vorliegenden Schwangerschaft, auch schon ab den ersten Wochen bzw. ab Kenntnis, mit dem Fallschirmspringen generell zu pausieren.
Welche Sicherheitsausrüstung wird beim Tandemsprung verwendet?
Zunächst dürfen nur dafür ausgebildete und lizensierte Fallschirmspringer Tandemsprünge durchführen. Dadurch ist bereits ein hoher Sicherheitsstandard und Qualitätsmanagement während der Tandemsprünge gewährleistet.
Im Vorfeld zur Sprungplanung kommen derweil moderste Wetterprogramme mit Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes zum Einsatz, die u.a. die sichere Einschätzung der Sprungbedingungen unterstützen. Technisch befindet sich noch ein sog. Öffnungsautomat im Tandemfallschirmsystem verbaut (auch AAD genannt, bei TAKE OFF Fallschirmsport ist dies ein sog. CYPRES der Fa. Airtec). Ein Tandem-CYPRES wird dabei mittels vorprogrammierten Parametern aktiv und löst im Zweifel den Reservefallschirm selbstständig für die Tandemspringer aus. Zweck ist dabei, egal warum, das ungebremste Auftreffen von Fallschirmspringern auf den Boden zuverlässig zu verhindern.
Für andere Eventualitäten ist noch zusätzlich eine sog. Reserve-Aufziehleine im Tandem-System mit verbaut (auch RSL -Reserve-Static-Line- genannt). Die RSL unterstützt wiederum den Tandempiloten unter gegebenen Umständen den Reservegriff parallel mit zu ziehen. Der Reservefallschirm selbst ist dann noch mit einem sog. Freebag und den damit verbundenen Sicherheitsmechanismen verbaut.
Wer hierzu mehr erfahren möchte kann auch gerne unsere "WIKI - Wie funktioniert Fallschirmspringen?" Webseite besuchen, dort speziell dann die Beschreibungen zur Fallschirmtechnik.
Was passiert, wenn der Hauptfallschirm nicht öffnet?
Falls der Hauptfallschirm beim Sprung einmal nicht wie vorgesehen öffnet (was sehr selten vorkommt), sorgt ein vollwertiger Reservefallschirm für Sicherheit. Dieser ist nach jedem Einsatz frisch gepackt und geprüft. Zusätzlich ist in jedem Tandemsystem ein elektronischer Öffnungsautomat installiert, der automatisch greift, falls der Pilot oder das Tandemsystem nicht rechtzeitig öffnet. Unsere erfahrenen Piloten sind speziell für solche Situationen geschult – die Abläufe sind bewährt und stehen seit Jahrzehnten für höchste Sicherheit. Deshalb kannst du dich ganz auf das Erlebnis und den Spaß konzentrieren.
Wie oft werden die Fallschirme gewartet und geprüft?
Sprungfallschirme und damit auch Tandemfallschirmsysteme werden entlang strenger Kriterien von eigens dafür speziallisierten Herstellern gebaut. Diese Hersteller übernehmen somit bei Werksausgabe die sog. Stückprüfung. Diese bestätigt, dass sowohl ein Sprunggurtzeug, als auch ein Sprungfallschirm (egal ob Haupt- oder Reservefallschirm) nach allen gültigen Regeln produziert und somit einsatztauglich ist.
Die Nachprüfung übernimmt danach speziell lizensiertes Personal, sog. Fallschirmwarte oder Fallschirmtechniker, in ihrem fallschirmtechnischen Betrieb (auch Rigging-Loft genannt). Hier wird jedes Fallschirmsystem mindestens 1x im Jahr vollständig inspiziert, (nach-)geprüft und ggf. auch gewartet bzw. bei Bedarf repariert.
Bei der Wartung ist dann auch per se das Packen des Reservefallschirms enthalten, der danach bis zu 365 Tage verschlossen als Ersatzfallschirm im System verbleibt. Er wird frühestens nach einer Benutzung oder spätestens zum nächsten Wartungsintervall erneut geprüft und wieder gepackt. Gründe für eine kürzere Intervalldauer wären dabei Beschädigungen durch Betrieb, notwendig einzusetzende Ersatzteile oder auch anderweitige Regelungen durch Hersteller.
Sind Tandempiloten bei funjump.de versichert?
Die Tandempiloten bei TAKE OFF Fallschirmsport sind als ausführende Luftfrachtführer über das benutzte Tandemfallschirmsystem passagierhaftpflichtversichert.
Diese Passagierhaftpflichtversicherung deckt dabei Schäden ab, die unmittelbar aus einem Handlungsfehler des Tandempiloten heraus beim Tandemsprung gegenüber einem Passagier entstehen. Einzelheiten dazu regelt auch der Beförderungsvertrag, der vor jedem Sprung abgeschlossen wird und u.a. auch die verschiedenen Verantwortlichkeiten klärt. Mitunter hat ein Tandempassagier hierbei eine Mitwirkungspflicht im Verlauf und damit eine definitive Eigenverantwortung gegenüber der bekannten Risiken.
Bei Sportunfällen greift in Deutschland darüber hinaus die persönliche Krankenversicherung zur Heilfürsorge. Etwaige Schadensansprüche an den Tandembetrieb und dessen Ausführende sind derweil unter Beweisführung zu stellen und werden an die besagte Versicherung übergeben. Wissenswert ist dazu, dass das Luftverkehrsgesetz (LuftVG) die Haftung eines "Passagierbeförderers" bei einfacher Fahrlässigkeit auf einen gewissen Betrag (gemäß § 45 LuftVG) beschränkt. Grobe Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz (wozu die Beweislast beim Anspruchsteller liegt) bleiben von gesetzlichen Limitierungen derweil ausgenommen.
Was passiert bei einem medizinischen Notfall während des Sprungs?
Kommt es zu einem medizinischen Notfall, sind bei funjump.de alle Abläufe klar geregelt. Die Tandempiloten sind in Erste Hilfe ausgebildet und wissen, wie sie im Ernstfall reagieren müssen. Am Flugplatz stehen Rettungswege und Notfallausrüstung bereit, das Team kann unmittelbar Hilfe organisieren.
Nach der sicheren Landung wird der Betroffene umgehend medizinisch versorgt und auf Wunsch wird ein Rettungsdienst hinzugezogen.
Die Organisation ist darauf angepasst, dass auch in Ausnahmefällen schnell und professionell gehandelt wird – Sicherheit ist oberste Priorität!
Kann man mit Diabetes Tandemspringen?
Diabetes ist nicht automatisch ein Ausschlusskriterium für einen Tandemsprung, wenn deine Erkrankung gut eingestellt ist und du dich belastbar fühlst. Wichtig ist, dass du deinen Blutzucker im Alltag im Griff hast und keine akuten Komplikationen vorliegen.
Sprich vor deinem Sprung mit deinem Arzt, ob ein Tandemsprung für dich unbedenklich ist. Informiere außerdem das Team von funjump.de vorab über deine Erkrankung, damit man vor Ort Bescheid weiß und dich im Ablauf berücksichtigen kann.
Ergänzende Hinweise zu gesundheitlichen Fragen findest du in den FAQs Sicherheit & medizinische Voraussetzungen und in den Allgemeinen FAQs.
Ist Fallschirmspringen mit Bluthochdruck gefährlich?
In der Regel sorgt Fallschirmspringen für eine sehr wechselhafte Herzleistung im Sprungverlauf, also auch für temporär höheren Blutdruck. Die Gefahr von Blutdruckspitzen ist somit gegeben.
Zudem verursacht die mentale Herausforderung in der Regel aufregende Gefühlszustände, die wiederum für Stresshormonausschüttungen sorgen und dadurch den Blutdruck steigern.
Bei entsprechender Medikation und Sportlichkeit ist Bluthochdruck somit nicht generell eine Ausschlusskriterium, es sollte aber im Zweifel immer Rücksprache mit dem Hausarst gehalten werden. Ggf. ist eine Attest zur Sprungtauglichkeit sinnvoll bzw. für die Ausbildung sowieso vorgeschrieben.
Weitere Infos zu Voraussetzungen und Ablauf findest du auf der Seite Tandemsprung und in den FAQs Sicherheit.
Welche Erste-Hilfe-Maßnahmen sind am Sprungplatz verfügbar?
Am Sprungplatz Fehrbellin sind jederzeit professionelle Erste-Hilfe-Maßnahmen gewährleistet:
Das Personal ist in Erster Hilfe geschult, es stehen Notfallkoffer, Rettungsequipment und eine direkte Verbindung zum örtlichen Rettungsdienst bereit. In akuten Fällen wird ohne Zeitverlust Hilfe organisiert – von der Erstversorgung bis hin zum Notarzt, falls notwendig.
Die Infrastruktur am Platz ist modern und auf verschiedene Situationen vorbereitet, so dass sich Springer und Gäste sicher fühlen können. Das Team von funjump.de nimmt den Schutz aller Teilnehmer sehr ernst!
Einen Überblick über Standort, Infrastruktur und Anreise bekommst du zusätzlich auf der Seite Standort, Anreise & Infrastruktur sowie in den Allgemeinen FAQs.
Was sollte man am Tag vor dem Tandemsprung beachten?
Man sollte darauf achten ausgeschlafen, ausgeruht und fit zum Tandemspringen zum erscheinen. Hat man hingegen begründete Bedenken hinsichtlich seines aktuellen Gesundheitszustands oder der generellen Fitness, dann ist es besser den Tandemsprung noch einmal zu verschieben. Mindestens 12 h vor dem eigentlichen Sprungtermin sollte man keinen Alkohol mehr trinken oder andere Rauschmittel zu sich nehmen. Ärztlich verschriebene Medikamente stellen dabei kein Problem dar. Im Zweifel gerne den Arzt vorab dazu befragen oder sich auch an uns als Tandembetrieb wenden, um nach einer Einschätzung zu fragen. Am Morgen des Sprungtages soll man normal frühstücken, jedoch von allzu fettigen Speisen oder stark kohlesäurehaltigen Getränken absehen. Die Wahl des Outfits sollte sich zum Sprungtag am zu erwartenden Wetter bzw. an den herrschenden Temperarturen orientieren. Spätestens 2 h vor dem Termin bitte nochmals per Telefonat eine Rückbestätigung zum Termin einholen.
Welche Altersvorgaben gibt es zum Tandemspringen?
Im Prinzip gibt es keine Altersvorgaben zum Tandemspringen. Man muss nur die Größen- und Gewichtsvorgaben erfüllen. Wir empfehlen trotzdem aus physiologischer Sicht, dass Kinder erst ab dem 12. Lebensjahr springen sollten. Beim Sprung tritt bspw. eine starke Luftdruckschwankung auf, die das Innenohr betreffen wird. Es empfiehlt sich daher, dieses erst bei entsprechend herangewachsenen Jugendlichen umzusetzen. Die Altersgrenze nach oben entscheidet dann lediglich die körperliche Fitness, die u.a. auch nochmals bei der Sprungeinweisung überprüft und festgestellt wird.
Tandemsprung-Voraussetzungen
Welche Kleidung sollte ich zu einem Tandemsprung tragen?
Zunächst bekommt man vor dem Sprung einen persönlichen Sprungoverall angepasst. Dieser dient zum Schutz vor Temparaturschwankungen vom Boden zur Absprunghöhe und hilft auch mit verstärktem Hosenboden beim Landen im Rutschen, so wie es beim Tandemspringen aus Sicherheitsgründen üblich ist.
Darüber hinaus empfiehlt sich für das Frühjahr und den Herbst immer eine eher lange Bekleidung, wie bspw. Jeanshose und Sweatshirt.
Im Sommer, wenn es so richtig heiß ist, geht auch schonmal eine kurze Hose und lediglich ein T-Shirt als Basis. Insgesamt hilft immer das Zwiebelprinzip, so dass man sich vor Ort und bei Bedarf auch immer nochmal an die aktuelle Situation anpassen kann.
Lange Kleider oder Röcke sind dabei nicht geeignet. Auch Stöckelschuhe oder hohe Ansätze sind ungeeignet.
Die Schuhe dürfen speziell auch keine Schnürhaken aufweisen. Flache Sportschuhe ohne grobes Profil und mit eher glatter Sohle sind hier auch besser als bspw. steife Wanderschuhe oder Stiefel.
Bei niedrigen Aussentemperaturen empfiehlt es sich ausserdem leichte Handschuhe, wie man sie womöglich zur winterlichen Zeit tragen würde, mitzubringen.
Wie erfahren sind die Tandempiloten bei TAKE OFF Fallschirmsport?
Unsere Tandempiloten gehören zu den erfahrensten in Deutschland: Viele haben über 5.000 Sprünge absolviert, einige sogar mehr als 10.000!
Sie sind ausgebildet und zertifiziert nach den strengen Vorgaben des DFV (Deutscher Fallschirmsport Verband e. V.) und nehmen regelmäßig an Weiterbildungen teil.
Neben der technischen Expertise bringen sie viel Fingerspitzengefühl im Umgang mit Gästen mit – egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene.
Sicherheit und Spaß stehen immer im Mittelpunkt.
Deine individuelle Einweisung und Betreuung erfolgt direkt durch deinen Piloten; alle Abläufe und Handgriffe sind klar geregelt und werden regelmäßig überprüft.
Wie viele Unfälle hattet ihr schon und wie viele davon tödlich?
Beim Tandemspringen in Fehrbellin gab es noch nie einen tödlichen Unfall. Insgesamt geschieht es immer wieder mal, dass es jemanden schwindlig oder übel wird. Auch eine Ohnmacht hat es schon gegeben. Leichte Unfälle mit einem verstauchten Fuss oder einer Steißbeinprelling könnten wir ggf. mit einer statistischen Quote von 1000:1 anführen.
Der schlimmste Unfall den wir bisher hier beim Tandemspringen erleben durften war ein Kompressionsbruch eines Rückenwirbels durch eine harte Landung, ausgelöst durch eine unvorhersehbare Bodenturbulenz. Die Verletzung ist nach Ausheilung ohne weitere Konsequenzen für denjenigen geblieben.
Unsere dafür existierende Passagierhaftpflicht-Versicherung ist in diesem Fall auch angemessen tätig geworden.
Was kann alles beim Sprung passieren?
Zunächst verlaufen 99,99 % aller Tandemsprünge wie geplant und es gibt ausser dem besonderen Erlebnis keine außergewöhnlichen (Zusatz-) Ereignisse.
Dennoch beinhaltet ein Tandemsprung verschiedene Schnittstellen, an denen ein sonst bodenständiger Mensch sicherlich auf völlig neue Herausforderungen trifft.
Da ist zunächst das Passagiergurtzeug, das passen muss und welches im fest angezogenen Zustand den Blutkreislauf beeinflussen kann. Im Sprung kann es dazu kommen, dass man das Gefühl von Atemnot bekommt, obwohl man mitten in der Luft ist. Dieses Gefühl hat seinen Ursprung in der erreichten Geschwindigkeit und den dadurch entstehenden Luftstrom am Mund. Entweder man atmet daraufhin einfach durch die Nase oder bildet mit beiden Händen ein Atemmaske vor Mund und Nase und atmet hierdurch. Generell ist damit die Atemnot behoben und man kann zurückkehren in den Erlebnismoment.
Der notwendige Druckausgleich, während man nach dem freien Fall bereits am geöffnete Schirm hängt, und die damit verbundenen Besonderheiten sind dazu bereits an anderer Stelle beschrieben. Sollte sich derweil der Hauptfallschirm nicht richtig öffnen, dann vollzieht der Tandempilot eine speziell trainierte Notprozedur und es geht am Reservefallschirm weiter.
Am Fallschirm hängend sollte man sich dann zusammen mit dem TP unmittelbar in eine bequeme Sitzpositzion begeben, damit kein sog. "Hängetrauma" entstehen kann.
Des Weiteren sollten zur Landung wiederum die Beine und Füße so wie trainiert angehoben werden, damit Blessuren vermieden werden und man nicht das komplette Gewicht eines Tandempaares (bis ggf. 227 kg bei 20-30 km/h Bewegungsenergie) alleine am Boden abfängt.
Auch die Hände sollen bei der Landung nicht auf dem Boden abgestützt werden und stattdessen an den besprochenen Stelle verbleiben, damit alles reibungslos verlaufen kann. Insgesamt hat man also als Tandemgast keine "Narrenfreiheit" sondern muss durch Mitwirken und Mitmachen zum geplanten Verlauf eines Tandemsprunges beitragen.
Können auch ängstliche Personen Tandemspringen?
Ja. Angst bzw. Respekt sind etwas völlig Normales und u.a. auch Sicherheitsgefühle gegenüber von Unbekanntem oder Ungewohntem. Hier ist gerade ein Tandemsprung, der unter sehr kontrollierten Bedingungen und begleitet stattfindet, speziell dafür geeignet, sich seinen Ängsten zu stellen und Mut haben zu probieren.
Genau genommen lernt man auch erst am persönlichen Limit, wo die eigenen Grenzen tatsächlich liegen und zu was man darüber hinaus imstande ist. Hier geht oft noch viel mehr, als man es sich alleine zutraut bzw. der eine oder andere aktuell glauben mag.
Durch die Tandembegleitung besteht ausserdem auch keine tatsächliche Verantwortung hinsichtlich der sicheren Ausführung des Tandemsprungs und man kann sich sozusagen einfach nur fallen lassen bzw. das Ganze als sprichwörtlicher Tandemgast erleben.
Ist Tandemspringen sicher?
Tandemspringen gehört zu einer der sichersten Funsportarten, die es gibt.
Gerade weil hinter der Luftfahrt ein solch starkes und überwachtes Sicherheits- und Qualitätsmanagement steckt. Alle Tandempiloten sind zudem speziell ausgebildet, lizensiert und trainiert.
Die eingesetzen Tandemfallschirme und Tandemsysteme sind eigens für die komplexen Anforderungsprofile bei Freifall, Schirmfahrt und Landung entwickelt worden.
Alle Verfahren folgen zeitgleich strengen Vorgaben der System-Hersteller, u.a. auch unter der Aufsicht des vom Bundesverkehrsministerium eigens dafür beauftragen Deutschen Fallschirmsport (Fach-)Verband.
Natürlich gibt es auch bei besten Statistiken nirgendwo auf der Welt eine "absolute Sicherheit", egal für was. Und so muss jeder Tandemgast selbst für sich entscheiden, ob er/sie sich im Verlauf auf die Sprung-Herausforderung einlässt. Nicht zuletzt direkt an der Flugzeugtür´, wo jeder Gast immer noch die Möglichkeit hätte "Nein" zu sagen.
Kann ich als Rollstuhlfahrer*in Tandemspringen?
Wir sind spezialisiert auf Tandemgäste mit Bewegungseinschränkung. Wir haben hierfür auch ein eigens im Hause entwickeltes Tandem-Handicap-System. Für solche Anfragen bitte wir allerdings um direkten Kontakt mit TAKE OFF Fallschirmsport per E-Mail.
Kann ich meine Sehbrille zum Tandemsprung tragen?
Ja, Brillenträger sind herzlich willkommen beim Tandemsprung. Für alle Teilnehmer mit Sehbrille gibt es spezielle, sichere Sprungbrillen, die über die normale Brille passen und perfekte Sicht während des Sprungs ermöglichen.
Die Schutzbrillen sind so konstruiert, dass sie auch bei hohen Geschwindigkeiten und Wind gut sitzen und nicht verrutschen. Kontaktlinsenträger können ihre Linsen ebenfalls problemlos beim Sprung tragen.
Die Ausrüstung wird individuell angepasst, so dass du dich ganz auf das Erlebnis konzentrieren kannst.
Ist Fallschirmspringen in Berlin und Brandenburg sicher?
Fallschirmspringen gilt weltweit als eine der sichersten Sportarten. Die Wahrscheinlichkeit zu verunglücken liegt laut aktueller Stastik des Deutschen Fallschirmsportverbandes bei unter 0,001% für ganz Deutschland.
Faktisch entscheidet beim Fallschirmspringen allerdings mehr das Können über das Dürfen und somit über die gelebte Sicherheit.
Natürlich bestimmen die individuelle Risikobereitschaft und die Erlebnissuche mit über ein eventuelles Wagnis und somit über das zur Selbstverwirklichung akzeptierte Gefahrenlevel.
Letzteres ist nachweislich im Normalfall äußerst gering, wobei der jeweilige Trainingszustand eines Springers über dessen Stressresistenz im Extremfall entscheiden.
Deshalb wird es wiederum beim Fallschirmspringen nie eine absolute Sicherheit geben. Es bleibt also nach wie vor ratsam nur bei renommierten Sprungebrieben zu lernen und sich entsprechenden Profis anzuvertrauen.
Anpassung stukturierete Daten nicht vergessen